Liberec

Markus Rummler wurde von seiner Schwester mit 5 Jahren vom blau-weißen Virus infiziert, saß mit Vater jeden Samstag am Radio, manchmal mit Tränen in den Augen, wenn es hieß „ab in Liga 2“. Als 14 jähriger das erste Mal im Parkstadion, 2.Liga gegen Alemannia Aachen, vom Bruder mitgenommen. Seit Saison 93/94 Dauerkartenbesitzer, mit kurzer Unterbrechung in erster Erregung über die Verpflichtung von Andy M.. 1993 auch Mitglied geworden, 1994 die Schalker Klutis Ennepetal mitbegründet. Leider in letzter Zeit nicht mehr so oft auswärts. Drückt auch den Clubberern ganz feste die Daumen.

August 2003. Das UI-Cup Halbfinale in Liberec steht an, und „Macke“&Co machen sich auf den Weg.


03.15 Uhr mitten in der Nacht ging es los, unsere Fahrt in den wilden Osten. Jörch, der Kluti und Macke hatten Urlaub oder keine Arbeit um zu fahren. 720 km aufgeteilt in A1, A44, A7, A4 bis Görlitz, danach durch Polen, dann endlich Tschechien. Es wurden alle Knöpfe und Raffinessen meines Astras ausprobiert, der Tempomat machte am meisten Spass, nicht so die blöde Anzeige „Ölstand prüfen“. Die Zöllner machten nicht gerade den fittesten Eindruck Aber unsere Entscheidung selber zufahren und nicht mit dem Bus vom Dachverband erschien uns hier als Vorteil, denn das erspart zwei Stunden filzen lassen. Wir wurden fast so durch gelassen.

Ca. 11.30 Uhr waren wir da. Der Treffpunkt mit dem Dachverband am Zoo wurde schnellstens gefunden, waren aber natürlich viel zu früh, da die Fan-Party erst um 14 Uhr beginnen sollte. Also noch genug Zeit um uns die Gegend und die Stadt anzuschauen. Keine großartigen Sehenswürdigkeiten (wenn man mal die hübschen Tschechinnen abzieht), dennoch recht schuckelig die Innenstadt. 14.00 Uhr noch mal zum Treffpunkt am Zoo. Jetzt sind alle angekommen, man hört schon von weitem Wolfgang Petry. Ludi hat schwer aufgelegt. Nachdem man allen Bekannten begrüßt hatte, reihte ich mich in die Schlange zwecks Kartenabholung. Das lange Stehen hatte sich gelohnt, pro Karte gab es auch noch ein Freigetränk, gesponsert durch die Victoria. Wir ließen es uns noch im Biergarten gut gehen bevor wir noch mal in die City gefahren sind. Dort aßen wir noch ein typisch tschechisches Gericht Döner.

Frisch gestärkt ging es dann zum Stadion. An der Haupttribüne angekommen bemerkten wir, dass das Stadion am Hang erbaut worden waar und dass einige Glückliche einen Schrebergarten direkt dort neben hatten. Die ersten Stadionbilder wurden geknipst, bis Kluti Thorsten in den Katakomben verschwand. Kein Zufall, dass er bis zum Platz vordrang. Der Rest wurde vom Ordner verscheucht. Na gut, eine Stunde am benachbarten Fluss gesessen ist auch schön.
18 Uhr, die Stadiontore wurden endlich geöffnet, sofort deckten wir uns mit Souvenirs ein. Ca. 300 Schalker (viele aussem Osten) machten es sich in 2 Blöcken bequem, einer wurde noch mit Tschechen aufgefüllt. Auffallend nur Sitzplätze im Stadion und die Liberec Ultras haben blauen Rauch.
Zum Spiel brauch ich nicht viel erzählen. Don Jupp hat genau wie die Klutis rotiert, Klutis abgewechselt beim fahren, Don Jupp auffem Platz. Ergebnis null zu null. Da heißt es, Mund abputzen und weitergekommen. Stadion war mit 9090 Zuschauern ausverkauft!!!
Die Rückfahrt verging wie im Flug, und erste Gedanken an Pasching keimten auf. Wer es wissen will hier noch die Aufstellung:
Rost – Kläsener, Waldoch, Matellan, Rodriguez – Vermant (61. Kobiashvili), Altintop, Asamoah (73. Sand), Cziommer, Seitz (73. Trojan) – Agali. Gelbe Karten: Waldoch, Rodriquez.

„1904 Geschichten“.
Die Bitte geht an Alle: wenn ihr etwas habt aus über 100 königsblauen Jahren, etwas Wahres und/oder Interessantes über Schalke, das ihr teilen wollt, Erlebnisse die erinnernswert sind oder ganz einfach Schilderungen, wie es war, wie man sich Eintrittskarten besorgte, wo in der Glückaufkampfbahn, dem Parkstadion oder der Arena man „daheim“ war, wie man dahin kam und wie es da zuging, oder was auch immer vielleicht jemand, der Schalke nur vom Fernsehen oder aus der Zeitung kennt, nie oder niemals wirklich wissen kann – aber vielleicht sollte – schickt mir (matthias.berghoefer[at]web.de) einfach eure Texte, Dreizeiler oder halbe Romane und egal wie’s mit Rechtschreibung aussieht. Klar erkennbar muss sein, ob es sich um eine wahre Geschichte handelt oder um einen Prosatext, also einen konstruierten, erfundenen, der etwas Bestimmtes ausdrücken will in Bezug auf den FC Schalke 04.
Wichtig ist natürlich auch, dass ihr kein Problem damit habt, dass euer Text hier, und vielleicht auch irgendwann mal in einem Buch, veröffentlicht wird – natürlich unter eurem Namen, oder einem „Pseudonym“ falls euch das aus irgendeinem Grund lieber ist.
1904 Geschichten sind eine Menge Holz. Ich bin mal gespannt.

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