Zum Schalker gemacht…

Kerstin Ratzlaff wurde im Hochsauerland geboren, hat aber schon immer auch viel Zeit im Ruhrgebiet verbracht. Ihr erstes Spiel war 1997 das Heimspiel nach dem Gewinn des UEFA-Cups. Seit 2005 ist sie Vereinsmitglied und versucht so oft wie möglich ins Stadion zu kommen.

Noch ganz jung, aber schon seit über 15 Jahren Fan. Fan von Schalke. Wie es dazu kam…


Für mich gab und gibt es seit ich denken kann nur Schalke.
Dies habe ich vor allem der Familie meiner Mutter zu verdanken, was zuerst seltsam erscheinen mag, ist es doch meistens der Vater, der aus seinen Kindern Anhänger eines Vereins macht. Doch in unserer Familie überwiegt der Schalker-Anteil auf der Familie mütterlicherseits und Vereine wie Bochum oder Lüdenscheid hatten bei mir nie eine Chance, auch wenn es verzweifelt mit Spottgesängen versucht wurde.
Denn ich wurde geboren, als Schalke gerade wieder aus der 2.Liga aufstieg, und erst allmählich wieder Fuß fasste in der Bundesliga. Doch man brachte mir das „Phänomen“ Schalke bei, indem man mir noch vor der Nationalhymne oder anderen Liedern zuerst Schalke Lieder beibrachte, die ich auch schnell mitsingen konnte. Zudem wurde ich schnell mit Trikot und Schal ausgestattet, womit man damals meine Begeisterung entfachte. Um diese zu festigen, nahmen sie mich schon mit 4 Jahren erstmals mit ins Parkstadion.
Es war das erste Heimspiel nach dem Gewinn des UEFA-Cups, dessen Bedeutung ich damals noch nicht ganz erfasste, der mich aber glaube ich endgültig zum Schalker werden ließ. Doch ich geriet nicht in die Gefahr zu glauben, Schalke wäre eine konstant erfolgreiche Mannschaft wie jene vom Weißwurstäquator Anfang der 2000er, denn ich hörte viel von den Zeiten in der 2.Liga und nur zwei Jahre später begann man sich auch in der Liga eher im Mittelmaß einzurichten.
Damals verstand ich das jedoch nicht so genau, denn das Gefühl, zum ersten Mal etwas bewusst erlebt zu haben, bekam ich erst in der Saison 2000/2001. Ja genau, die Saison in der wir „Meister der Herzen“ wurden und auf die ich natürlich nicht weiter eingehen muss. Doch die Szene am 33.Spieltag in Stuttgart (ich sage nur Balakov…) ist die erste Szene an die ich mich wirklich erinnern kann und wo ich genau weiß was ich danach gemacht habe – nämlich geweint.
Dies war nämlich ungefähr bis zum Alter von 11 Jahren meine normale Reaktion auf jegliche Form von Niederlage meines S04. Das ganze verschlimmerte sich eine Woche später und ich kann heute noch den Tagesablauf des 19.Mais 2001 detailliert beschreiben. Von dem Pokalgewinn eine Woche später weiß ich es seltsamerweise nicht mehr ganz so genau.
Seitdem habe ich noch viele andere Höhen und Tiefen mit Schalke erlebt, die meine Beziehung zu Schalke zu einem unerschütterlichen Band wachsen ließen. So erinnere ich mich gerne an die 1.Champions-League Saison 2001/2002, an die Zeit mit Raul, das sagenhafte 2:5 in Mailand, oder die DFB-Pokal Siege, aber ich vergesse auch nie den 12.Mai 2007 oder die Saison 2010/2011, in der man für den Verrat seiner eigenen Werte beinahe abgestiegen wäre.
Doch durch genau diese Ereignisse, die Höhen und Tiefen und die große Liebe aller Schalker zu ihrem Verein, liebe ich Schalke.


„1904 Geschichten“.
Die Bitte geht an Alle: wenn ihr etwas habt aus über 100 königsblauen Jahren, etwas Wahres und/oder Interessantes über Schalke, das ihr teilen wollt, Erlebnisse die erinnernswert sind oder ganz einfach Schilderungen, wie es war, wie man sich Eintrittskarten besorgte, wo in der Glückaufkampfbahn, dem Parkstadion oder der Arena man „daheim“ war, wie man dahin kam und wie es da zuging, oder was auch immer vielleicht jemand, der Schalke nur vom Fernsehen oder aus der Zeitung kennt, nie oder niemals wirklich wissen kann – aber vielleicht sollte – schickt mir (matthias.berghoefer[at]web.de) einfach eure Texte, Dreizeiler oder halbe Romane und egal wie’s mit Rechtschreibung aussieht. Klar erkennbar muss sein, ob es sich um eine wahre Geschichte handelt oder um einen Prosatext, also einen konstruierten, erfundenen, der etwas Bestimmtes ausdrücken will in Bezug auf den FC Schalke 04.
Wichtig ist natürlich auch, dass ihr kein Problem damit habt, dass euer Text hier, und vielleicht auch irgendwann mal in einem Buch, veröffentlicht wird – natürlich unter eurem Namen, oder einem „Pseudonym“ falls euch das aus irgendeinem Grund lieber ist.
1904 Geschichten sind eine Menge Holz. Ich bin mal gespannt.

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