Tausend Feuer in der Nacht

Walter Schauer lebt in München, hat aber trotzdem eine Dauerkarte für die Arena auf Schalke. Fürs Parkstadion brauchte er keine, “da war ja meistens Platz genuch”, sagt er.

..wie schon neulich, greift Walter wieder ein aktuelles Thema auf – diesmal genau genommen ein „brand-aktuelles“ – und er erinnert sich dabei, wie’s früher war.


Es hat gebrannt auf Schalke, sinnigerweise ausgerechnet gegen den selbst ernannten „Randalemeister 2010“. Der unter der Woche schon, jetzt im November, den Titel für 2012 verliehen bekam, von der Zeitung, die uns alle BILDet….

Als das mit mir und unserer „Königin mit Schrammen im Gesicht“ damals anfing, spielten auf Schalke noch der Klaus Fischer, der Rüdiger Abramczik, der Rolli Rüssmann und eine Mannschaft, die beinahe Deutscher Meister geworden wäre. Die vor ein paar Jahren Pokalsieger gewesen war. Ich war ein kleiner Junge, dem das bunte Fahnenmeer gefiel, der sich von der Begeisterung anstecken ließ und dem seine große Schwester einen ganz langen blau-weißen Schal strickte….

Nur zwei, drei Jahre später war kaum noch etwas von dieser großen Mannschaft übrig und die Begeisterung hielt sich in Grenzen. Aber es gab immer noch die Jungs, die in der Nordkurve über den Zaun kletterten, zum Mittelkreis liefen und ihre Fahne zum Gebetsteppich ausrollten. Von den Ordnern wurden sie gejagt und konnten aber meistens unter dem frenetischen Beifall ihrer Kameraden zurück in die Kurve fliehen. Ich Köttel hatte meinen Heidenspaß daran….

Jungs, wenn Ihr das hier heute nach all den Jahrzehnten lest. Euch gebührt der Dank ! Zusammen mit Gerd Bosch und Catweazle habt Ihr ganz sicher mehr dazu beigetragen, mich bei der Stange zu halten, als es unsere Mannschaft und unsere Funktionäre damals vielleicht je vermocht hätten. „Titel, Tore und Triumphe“, so der Titel eines Buchs über den FC Bayern München aus den Achtzigern hätte ich quasi direkt vor meiner Haustüre feiern können. Aber Schalke war so herrlich schön bekloppt, direkt zum Verlieben….

Ich bin der Sohn eines Vaters, der sich mit den alten Weltkriegsveteranen gegen die Studentenbewegung in den späten Sechzigern mobilisierte. Das waren für ihn „langhaarige Affen, Bombenleger“ mit völlig unsinnigen Vorstellungen. Die Autos in Brand steckten und sonst zu nix nutze waren. Mit Anfang Zwanzig sah ich dann selbst so aus wie einer dieser „langhaarigen Bombenleger“….

Auf Schalke gingen damals „sowieso nur die Rabauken“ und Heavy Metal war bestenfalls sinnloser Krach, im Extremfall Satansmusik mit Rückwärtsbotschaften….

Ich kam aus einer piefigen oberbayerischen Kleinstadt nach Schalke und hörte da was von „Gelsenszene“, je nach Gusto toughe Jungs oder kriminelle Randalierer. Alleine das Wort zerging mir ja schon auf der Zunge…. Gelsenszene…. Das klang so schön nach Abenteuer, wilder Leidenschaft und Verruchtheit….

Aber ich bin ihnen nie näher gekommen, als dass sie mich vielleicht mal am Bierstand einfach zur Seite geschubst haben. Jedenfalls ging das da schön der Reihe nach und wer an der Reihe war, bestimmten Leute wie sie. Der Mann in der Bude zapfte nur Bier, so fleißig er konnte, und war froh, wenn seine Bude stehen blieb. Trotzdem war ich angefixt und suchte mir meinen Platz in der Nordkurve. Schalker hatten in der Fanszene einen Ruf wie Donnerhall und dem folgte ich….

Meine Haare wuchsen mir bis zur Schulter und ich sammelte fleißig Aufnäher und Anstecker für meine Kutte….

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie früher im Fernsehen bei jeder sich bietenden Gelegenheit „südländische Atmosphäre“ gefeiert wurde. Erst der Kalle, dann der Loddar, nicht zu vergessen den Hans-Peter, die „Walz von der Pfalz“, alle spielten sie in Italien und es wurden Aufzeichnungen ihrer Spiele in diversen Sportsendungen gezeigt. Es gab eine WM in Spanien, eine in Mexiko, die mit der La Ola-Welle, und sogar noch eine mit Titelgewinn in Italien. Bunte Bilder, grelle Farben, sah supertoll aus im Fernsehen und wurde genau so kommentiert. Kein Gedanke, das etwa mit dem Tod von Adrian Maleika oder der Katastrophe im Brüsseler Heysel-Stadion in Verbindung zu bringen….

In meiner Sturm- und Drangzeit ließ ich mir den Wind um die Nase wehen. Ich war jung und brauchte kein Geld. Sondern jubelte es einfach so unters Volk. Für Zug, für Eintrittskarte, für Schalke-Klamotten und für Bier und Schnitzelsemmel, Erbsensuppe oder Pizza. Wonach auch immer mir im Parkstadion oder bei Bosch gerade der Sinn stand. Bei meiner Verwandtschaft in Herten konnte ich für lau übernachten. Irgendwann genügte mir das nicht mehr und ich begleitete die „Königin mit Schrammen im Gesicht“ auch auswärts. Irgendwann genügte mir auch das nicht mehr und ich hoppte so über die Grounds. Groundhopping kam so ab den Neunzigern schwer in Mode und es gab sogar zwei Bücher mit wertvollen „1000 Tipps für Auswärtsspiele“. Wo man sich umfassend über die Stadien, die Fans und das Ambiente drumherum informieren konnte.

Anfangs in den Achtzigern gab es den „Fantreff“, wo genau beschrieben wurde, wie sich beispielsweise fünfundsiebzig Darmstädter und fünfundsechzig Saarbrücker irgendwo durch den tiefen Wald oder über die Heide jagten oder sich mitten in der Stadt in die Schnauze hauten. Am Wochenende zur besten Sendezeit konnte man sich bei den „Drombuschs“ davon sogar ein Bild machen, wie das wohl in etwa aussieht. Wie sich das jedenfalls die Filmindustrie so vorstellt. Einer der Sympathieträger der Serie, „Chris Drombusch“, kam dabei als Polizist ums Leben. Ein bisschen davor oder danach machte sich Dietmar Bär in der Blüte seiner Jugend und als Fernseh-Hool vor „Schimanski“ nackig…. mitten im Wedau-Stadion….

Später in den Neunzigern schossen dann überall diese „Fanzines“ wie die Pilze aus dem Boden. Für zwei davon schrieb ich einen bzw. mehrere Artikel. Beide gehörten allerdings zum Umfeld der TSV 1860 Amateure-Fanszene, die sich nach dem Auszug der „Löwen“ aus dem Grünwalder Stadion mobilisierte. Mit diesen Leuten tingelte ich durch die Landesliga, die Bayernliga und noch ein bisschen durch die Regionalliga, Bayern Hof, Schweinfurt 05, Kickers Offenbach. Wenn ich gerade im Ruhrgebiet war, besuchte ich gerne die SpVgg Erkenschwick oder die mir familiär nahe stehende SpVgg Herten. Über die Jahre verteilt ging ich sogar auch ein paar mal zu Rot-Weiss Essen. In Hamburg war ich gerne zu Gast bei Altona 93 oder ging auch mal zum Amateure-Derby HSV gegen St. Pauli noch am alten Rotherbaum, der bald danach abgerissen wurde. In den „wilden Osten“ verschlug es mich auch zwei, dreimal, Erzgebirge Aue gegen Sachsen Leipzig, Sachsen Leipzig gegen den TSV 1860 und gegen Union Berlin, Hansa Rostock nicht zu vergessen. Ich suchte die Gefahr und den Nervenkitzel.

Als ich zum ersten Mal auf dem Betzenberg in Kaiserslautern war, war ich fasziniert davon, wie in der Westkurve mit dem Einlaufen der Mannschaften auf einmal „das Licht anging“. Ein bisschen vorher war dieses Qualifikationsspiel für die damals gerade neue Champions League zwischen dem FCK und Barca übertragen worden. Jetzt brannte der Betze live und in Farbe direkt vor meinen Augen.

Ich fuhr nach Offenbach, weil ich gelesen hatte, dass es da immer so schön leuchtet. Es leuchtete auf allen vier Seiten des Bieberer Bergs. Genauso schön wie bei einem Iron Maiden-Konzert, das mir auch wegen seiner geilen Pyro-Show bis heute im Gedächtnis blieb und übrigens in einer Halle statt fand, nicht etwa im weitläufig offenen Olympiastadion. Dort tanzte dafür Michael Jackson seinen Moonwalk und ging buchstäblich durchs Feuer für seine Musik. Derselbe Michael Jackson, der sich davor schon einmal die Haare bei einem Werbespot versengt hatte…

Von meinem alljährlichen Badeurlaubsort Cattolica fuhr ich zweimal ins nahe gelegene Bologna und einmal nach Ravenna. Südländische Atmosphäre in absoluter Reinkultur und man ging dort im Stadio Renato Dall’Ara zumindest damals ganz entspannt mit der Sache um. Die abgebrannten Bengalos wurden einfach über den Zaun geworfen und ein Ordner versenkte sie mit dem Kopf nach unten in einen Eimer….

Ein oder zweimal hielt ich so ein Dingen selbst in der Hand. Wie oft ich eingenebelt wurde, weiß ich nicht. Vielleicht zu oft für Jemanden, der mit all dem Kram nix anfangen kann und das hier liest…..

Die Berichterstattung auch in den Deutschen Medien änderte sich ungefähr zu der Zeit, als beim Mailänder Derby in einem Champions League Viertel- oder Achtelfinale (das weiß ich gerade nicht mehr so genau) der brasilianische Torwart Dida vom AC Milan von Interisti mit Leuchtraketen und Bengalos bombardiert wurde. Sie änderte sich auch mit den neuen Stadien bzw. Arenen, die überall rechtzeitig zum Sommermärchen 2006 entstanden und sie änderte sich spätestens mit den lustigen bunten Bildern von den Fanmeilen. Die nicht nur von Sönke Wortmann in seinem Film verwendet wurden, sondern um die Welt gingen. „Die Welt zu Gast bei Freunden“….

Sie änderte sich vor allem mit den immer noch höheren Fernsehgeldern, die für manchen gutbetuchten Verein den Stadionzuschauer im Grunde entbehrlich machen….

Vereine, die früher um jeden Rabauken froh sein mussten, Hauptsache es kam irgendjemand und hielt sie am Kacken, machen heute in Familie. Wenn so eine Familie im Zeitalter der Globalisierung zum Beispiel aus St. Petersburg und nicht mehr aus Gelsenkirchen kommt, auch gut. Umso besser sogar, denn wer das Geld für den Flieger hat, hat auch noch das Geld für das aktuelle Trikot. Vaddern, Muddern und der Kinder nullvierköpfiger Schar, alle werden neu eingekleidet. Wer sich in Gelsenkirchen oder Umgebung schon das Geld für die Dauerkarte vom Mund ab spart, hat dieses Geld nicht unbedingt. Schon gar nicht jede Saison aufs Neue….

Um nicht gänzlich missverstanden zu werden, ich propagiere keine Gewalt. Wo immer ich auch unterwegs in Sachen Fußball war, ich habe mich meistens mit den Leuten dort gut vertragen und oft genug auch einen Platz zum Schlafen bei guten Freunden gefunden. Wie gesagt, ich suchte Abenteuer und Nervenkitzel, aber keinen Streit.

Wenn ich Streit fand, hatte das wenig mit Fußball und überhaupt nix mit Albert zu tun. Sondern ganz viel mit dem ollen Adolf, dem Schicklgruber aus Braunau, und seiner nachhaltigen Ideologie respektive meiner politischen Gesinnung. An meinem Geburtstag feiert die braune Brut immer den von ihrem Propagandaminister mit Hang zu Endlösungen. Seit einiger Zeit hinke ich sogar wie der Goebbels mit seinem „gesunden Volkskörper“, gleichwohl schlägt mein Herz immer noch links. Ich bin seit jeher ein Freigeist gewesen. Für ein Leben ohne Gleichschaltung und Zwang, dafür würde ich mich nicht nur prügeln sondern im Ernstfall vielleicht sogar schießen….

Ich bewundere die Fans der Nationalmannschaften von Irland und Schottland. Die aus vollem Hals ihre zu Herzen gehenden Lieder singen und einem die Stadt leer saufen. Dabei immer fair und friedlich bleiben, selbst in einer Niederlage. Die einem so ein Guinness-Pintglas nicht hinterher schmeißen, sondern höchstens mal im Suff zu Bruch gehen lassen, weil „das Schiff so schwankt“ und die Erdanziehungskraft so stark ist….

Aber es ist auch ganz einfach so, ob es einem gefällt oder nicht, daß Fußball, wie vielleicht keine zweite Sportart, seit jeher von Gewalt auf den Rängen begleitet wird. Schon seit dem ersten Länderspiel, das am 30. November 1872 zwischen England und Schottland ausgetragen wurde. In einer Ära in der beide Parteien noch durchaus aufeinander schossen, bis irgendwann einer sagte „Let’s kick the Ball instead“ . Noch heute ist jedes Länderspiel zwischen den beiden quasi der Ersatz für die „Schlacht bei Culloden“. Die Fußballgeschichte ist voll von ähnlichen Beispielen….

Diese Historie setzt sich fort über alle Generationen. Findet sich zum Beispiel auch in der Verfilmung von „Don Camillo und Peppone“, wo sich „Angeli“ und „Diaboli“ während eines Fußballspiele in die Wolle bekommen. Auch in der zweiten Verfilmung mit Terrence Hill ganz offensichtlich unverzichtbar, weil der Zuschauer darüber so herzlich lachen kann. In einem anderen Film sitzt der blauäugige Blonde mit seinem kongenialen bärtigen Partner Bud Spencer im vollbesetzten Maracana-Stadion. Ringsherum auf den Rängen Karneval in Rio, KNALLbunt und farbenfroh. Auf dem Rasen tragen vermutlich gerade Flamengo und Fluminense, eines der legendären „Fla-Flu-Derbys“ aus….

Im Jahre 1904 galt „Fusslümmelei“ im Deutschen Reich als „Englische Krankheit“. Eine Handvoll Jugendlicher in Schalke-Nord war trotzdem, vielleicht auch gerade deswegen, von diesem Sport begeistert und gründete den SV Westfalia Schalke. Einst die revolutionäre fixe Idee eines noch minderjährigen Schlosserlehrlings, heute der GEILSTE CLUB DER WELT….

Wie alle anderen Vereine weltweit wird der seit Generationen begleitet von einer immer wieder neuen bunten mannigfaltigen Jugendkultur, Die ihre Ideale, ihre Hoffnungen und Träume ins Stadion trägt. Weil sie keine Idee hat, wohin sie sonst damit soll….

Stress im Job oder in der Schule, mangelnde Perspektive, keine Ahnung, was dieses Leben eigentlich von einem Teenager so will, vielleicht kein Glück in der Liebe und dann kommt auch noch Pech dazu…..

Was auch immer, aber die Jugend hat durch alle Generationen immer ein Ventil gesucht und oft genug im Fußball gefunden. Bei Erich Kästner prügeln sich Gymnasiasten und Realschüler und verbrennen sich gegenseitig die Diktathefte, bevor „Das Fliegende Klassenzimmer“ auf Reisen geht. Ohne Fußball wären es die Straßengangs von Schalke-Nord und Bergeborbeck, die sich befehden würden. Mit Fußball sind es die Königsblauen und die Rot-Weissen, oder eben die Schwatzgelben. Früher waren es die Gelsenszene, die Essener Löwen und die Borussenfront. Heute heißen sie Hugos und Desperados und wie sie sich in Essen nennen, weiß ich jetzt gerade nicht. Bevor ich hoffentlich irgendwann jemals nochmal mit unserer „Königin mit Schrammen im Gesicht“, mit dem Lizenzspielerkader wohlgemerkt, zu einem Pflichtspiel gegen Rot-Weiss Essen fahren darf, erkundige ich mich aber noch….

Aus dem Gedankengut unserer Ultras, jedenfalls aus ihrem Umfeld, kommen Lieder wie der „Mythos vom Schalker Markt“ oder das schlicht Geniale „Blau und Weiß ein Leben lang“. Vielleicht nehmen sie sich manchmal selbst wichtiger als sie sind, wenn ich ihre Pamphlete so lese. Die ich mir regelmäßig an ihrem Stand oder manchmal auch in der virtuellen Welt besorge. Aber ihre hingabevollen Choreographien haben mich auch oft genug mit Stolz erfüllt. Dann weiß ich wieder, warum ich Schalker bin und warum ich mir das eigentlich alles antue. Die weite Reise, die kostspielige Dauerkarte und vielleicht noch irgendein trostloses Gekicke. Man hat ja, wenn man aus München anreist, nicht immer das Glück, ein 7:4 gegen die Pillendreher oder ein 5:1 gegen die Rotröcke zu sehen. Hatte ich übrigens beide male nicht das Glück….

„Tradition heißt nicht Asche bewahren, sondern die Weitergabe des Feuers“

Wenn ich jemals einen Sohn gehabt hätte, wäre er jetzt in etwa alt genug, um ein „Hugo“ zu sein. Wie jeder gute Papa hätte ich versucht, meinem Sohn beizubringen, was richtig und was falsch ist. Dass man im Guten wie im Bösen einen Menschen nicht nach seiner Hautfarbe oder Religion beurteilen soll. Dass man völlig egal zu welchem Verein auch in schlechten Zeiten hält, wie zu seiner Frau und zu seiner Familie. Dass man für das, was man verbockt hat, gerade stehen muss. Nicht mutwillig anderer Leute Sachen beschädigt. Dass man als Schalker in den Flegeljahren keine kleinen Kinder anpöbelt, wenn sie ein BVB- oder FCB-Trikot anhaben. Dass man alten Ommas über die Straße hilft und nicht mit Feuerwerkskörpern zu Tode erschreckt. Dass man Bengalos nicht einfach wie eine Handgranate benutzt und irgendwo in die Menge schmeißt und Krieg und Faschismus sowieso Scheiße sind. Dass man auch und gerade bei Boxereien auf Unbeteiligte Rücksicht nimmt. Dass man sich eigentlich überhaupt gar nicht boxen muss, sondern noch viel besser ein Bier zusammen trinken geht, völlig egal, was der andere für einen Schal trägt und…. und…. und….

Noch einiges mehr, was mir jetzt alles so spontan nicht in den Sinn kommt….

Aber ich hätte ihm auch ganz bestimmt beigebracht, sich nicht alles gefallen zu lassen und ich würde ihm gegen ein System beistehen, das ihn wegen seiner vielleicht etwas anders gesitteten Fußball-Leidenschaft verurteilt und kriminalisiert…..

Glückauf, SidgCdW


„1904 Geschichten“.
Die Bitte geht an Alle: wenn ihr etwas habt aus über 100 königsblauen Jahren, etwas Wahres und/oder Interessantes über Schalke, das ihr teilen wollt, Erlebnisse die erinnernswert sind oder ganz einfach Schilderungen, wie es war, wie man sich Eintrittskarten besorgte, wo in der Glückaufkampfbahn, dem Parkstadion oder der Arena man „daheim“ war, wie man dahin kam und wie es da zuging, oder was auch immer vielleicht jemand, der Schalke nur vom Fernsehen oder aus der Zeitung kennt, nie oder niemals wirklich wissen kann – aber vielleicht sollte – schickt mir (matthias.berghoefer[at]web.de) einfach eure Texte, Dreizeiler oder halbe Romane und egal wie’s mit Rechtschreibung aussieht. Klar erkennbar muss sein, ob es sich um eine wahre Geschichte handelt oder um einen Prosatext, also einen konstruierten, erfundenen, der etwas Bestimmtes ausdrücken will in Bezug auf den FC Schalke 04.
Wichtig ist natürlich auch, dass ihr kein Problem damit habt, dass euer Text hier, und vielleicht auch irgendwann mal in einem Buch, veröffentlicht wird – natürlich unter eurem Namen, oder einem „Pseudonym“ falls euch das aus irgendeinem Grund lieber ist.
1904 Geschichten sind eine Menge Holz. Ich bin mal gespannt.

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21 Antworten zu “Tausend Feuer in der Nacht

  1. Stark, einfach stark! Vielen Dank für diesen Text!

  2. Roland Nägel Der Walter ist einfach a Viech!!!!! Grüsse aus Franken

  3. Klasse Walter…ich kann jeden Absatz, jede Zeile, jedes Wort genau so unterschreiben… so war es und so ist es…

  4. Einfach klasse, das sollten sich einige Eventies mal über der Zunge zergehn lassen.

    • rotschuh ich glaube nicht das dies ein eventi überhaupt liest.. sollte als handzettl in der arena verteilt werden oder noch besser im kreisel, schalke unser, blauer briefund auf die homepage gestellt werden! Gruss GEier

  5. DAS nenne ich mal einen Beitrag!

    Ich ziehe meinen Hut.

    Glückauf,
    Enatz

  6. 100%-ige Zustimmung! Klasse Beitrag!

  7. Danke für den Bericht.
    Ich bin seit 1986 dabei und
    werde mir keine Dauerkarte für die Saison 2013/2014 mehr holen.
    Meine Zeit als Fan ist abgelaufen.
    Das ist nicht mehr mein Schalke.
    Nur ein Abstieg kann mein Schalke noch retten.

  8. Schöner Bericht zur rechten Zeit!

  9. Geiler Bericht.

  10. vielen dank für den text , für den mut sich nicht alles gefallen zu lassen

  11. Lieber Walter,
    liebe Gemeinde,

    vielen Dank für diesen schönen wie auch nachdenklichen Text.

    Da ich zuletzt nicht mehr im Stadion sein konnte, habe ich irendwie den Anschluss verpasst. Ich weiß nicht, was in Dortmund los war und auch nicht, warum es bei den HUGOS bem Spiel gegen die SG Eintracht aus Frankfurt lichterloh brannte. Wenn ich auf’m Platz gewesen wäre, hätte ich genau dort in der Ecke gestanden, so wie bei jedem Spiel. Und wenn das Feuer mich gestört hätte, wäre ich wohl einfach woanders hin gegangen – wenn nötig auch auf die Promenade. Hauptsache ich wäre irgendwie noch auf Schalke gewesen. Viel hätte ich dafür gegeben, einfach nur so auf Schalke zu sein zu können.

    Was die HUGOS für Leute sind, kann ich nicht richtig einschätzen: Irgendwie noch halb Schüler, bubte Sachen, wenig S04. Die versuchen halt abseits der UGE Stimmung zu machen. Warum ich bei den letzten Spielen, bei denen ich am Start war, auch altbekannte Leute der UGE unter den HUGOS sah, entzieht sich meiner Kenntnis.

  12. wunderbar!! GEiler Text!
    Glückauf GEier

  13. Vielen Dank, meine Freunde…. Ich bin überwältigt…. Herr Du meines Lebens….

    Mich stört dieser tiefe Graben zwischen allen Verantwortlichen. DFB, DFL, Vereine, Wirtschaft, Polizei, Politik auf der einen Seite, die „pösen pösen Ultras“ auf der anderen. Ich kenne keinen von ihnen persönlich, inzwischen natürlich immer die selben Gesichter in ihrem Stand hinter der Nordkurve, wo ich mir gerne ihre GEilen Anstecknaddeln, Aufkleber oder Aufnäher besorge und ihre „Pamphlete“ mitnehme. Regelmäßig auch die neueste Ausgabe des immer sehr umfangreichen Werks unserer Freunde aus Franken, das „Ya Basta“ der Ultras Nürnberg. Gehört für mich zu einem Schalke-Besuch wie das neue „Schalke Unser“ oder das aktuelle „Sprachrohr“. Ich hatte immer schon ein Herz für die Underdogs, sonst wäre ich wohl auch Bayern-Fan geworden und kein Schalker. Das sind natürlich auch keine sanften Lämmer, die Hugos und die Ultras, aber eben Jugendliche oder Twens mit ähnlichen „Flausen im Kopp“ wie z. B. ich sie früher auch hatte. Es gäbe einen Weg, wenn alle wirklich wollten, den wollte ich mit meinem Text aufzeigen. Aber wie es aussieht, will inzwischen auch keiner mehr. Das finde ich persönlich schade, weil ich es immer sehr hübsch fand, wenn ein bisschen Feuer im Spiel war…

    GErade auf Schalke, mit unserer Tradition, mit unserem Vereinslied (siehe Titel meines Textes), mit unserem Steigerlied („…. und er hat sein helles Licht bei der Nacht wohl angezündt'“) was wären da ein paar Fackeln schön. Wenn sie kontrolliert abgebrannt würden und niemanden gefährden. Beispielsweise in Ergänzung der Fahnenträger, die sich vor dem Einlaufen der Mannschaften immer vor der Nordkurve postieren….

    Einen etwas blöden Fehler hat mein Text allerdings doch, den ich GEfühlte 1904 mal übersehen habe, bevor ich meinen Text zu Matthias geschickt habe, der mir jetzt sofort ins AuGE GEstochen ist: GÜNTER Bosch war zeitweise in den Achtzigern der Trainer von Boris Becker. Der Wirt auf Schalke war natürlich unser aller GERD !!!!

    Um die Hundert Schalker Jahre herum war mein Kumpel Günter H. zwei, drei Jahre lang der Wirt vom Bosch04. Seitdem passiert mir das mit dem „Günter Bosch“ immer wieder, wenn ich mich über alte Zeiten unterhalte…. 🙂

    Glückauf, SidgCdW

  14. Vor lauter Überwältigung hab ich vorhin vergessen, meinen Namen einzugeben….

    Glückauf, SidgCdW

    Walter

  15. Vielen Dank für diesen tollen Text. Bin selber seit 1981 auf Schalke und kann jede Zeile 100%ig unterschreiben.

  16. Mir liefen die Tränen….Jogi.S

  17. ACK 1904% – GLÜCK AUF

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