Farbe bekennen

Maximilian Vogt ist etwa 500 Kilometer östlich von Schalke im Havelland zuhause, will mal Erzieher werden und mag neben königsblauem Fußball auch noch Biathlon.

Eine Fahrt nach Belgien, die mit Schalke eigentlich gar nichts zu tun hat, hat überraschende Folgen.

Mein Name ist Maximilian Vogt (Max genannt), ich komme aus Rathenow (Brandenburg), also nicht aus dem Ruhrpott. Im November 2010 nahm ich an einem Jugendaustausch in Belgien teil, von den deutschen Teilnehmern kannte ich niemanden, wir lernten uns also alle erst im Bus kennen. Die anderen merkten schnell das ich Schalkefan bin, denn ich hatte natürlich einige Fanartikel dabei (Kopfkissen für die Fahrt, Handysocke, T-Shirt und Schal).

Je näher wir in Richtung Belgien fuhren, desto unruhiger wurde ich, denn ich wusste ja, dass wir an Gelsenkirchen vorbei fahren würden. Als ich dann endlich Gelsenkirchen auf den Autobahnschildern las, hielt ich nur noch Ausschau nach der Veltins-Arena. Es war übrigens erst das dritte Mal dass ich sie gesehen hatte: Einmal auf dem Weg zur Klassenfahrt nach London und das zweite mal bei der TV total Stock Car Crash Challenge 2009. Leider war ich noch nie zum Spiel da, weil Gelsenkirchen zu weit weg ist von Rathenow…

Als wir dann endlich in Belgien angekommen waren, packte ich erst mal meinen Koffer aus und bezog mein Bett sofort mit meiner eigenen Bettwäsche (man kann sich ja denken was das für eine war). Ich hatte ein Doppelzimmer zusammen mit Björn (29 Jahre alt aus Eberswalde). Wir verstanden uns trotz der knapp zehn Jahre Altersunterschied sehr gut, so als wenn wir uns schon länger gekannt hätten. Dann hatten wir auch schon den ersten Workshop in der Sporthalle, wo ich natürlich mein Schalkeoutfit an hatte. Mein Handy klingelte, denn ich bekam eine SMS von zu Hause. Leider einen Schlechte Nachricht: FC Schalke 04 – Bayer Leverkusen 0:1 – der Tag war für mich gelaufen, das merkten mir auch alle gleich an.

Sechs Tage später sah das dann schon wieder ganz anders aus! Wir saßen mit den polnischen und englischen Jugendlichen abends im Gemeinschaftsraum zusammen und unterhielten uns. Nebenbei lief mein Laptop, denn es war der 11.Spieltag (FC Schalke 04 – FC St. Pauli) und wenn ich mir das Spiel schon nicht im TV angucken konnte, dann musste ich mich doch wenigstens per Live-Ticker über den Spielverlauf informieren. Dank Raul (2 Tore) und Huntelaar durfte ich dann dreimal jubeln.

Zwei Tage später ging es dann auch schon wieder nach Hause. Diese Rückfahrt ist mir leider in schlechter Erinnerung geblieben. Kurz vor Hannover machten wir an einer Rastelle eine Pause. Ich wollte mir nach der langen Fahrt mal ein wenig die Füße vertreten und weil es so kalt war nahm ich mein Schalkekissen mit aus dem Bus und kuschelte mich darin ein. Plötzlich fuhr ein Doppelstockbus und ca. 20 Autos hintereinander auf den Parkplatz. Das kam mir schon äußerst komisch vor. Als dann die Türen vom Doppelstockbus aufgingen war mir alles klar. An diesem Tag spielte nämlich Dortmund auswärts in Hannover. Ich bin sofort in unseren Bus verschwunden und zum Glück fuhren wir kurze Zeit später gleich los.

Nach dem Jugendaustausch schrieb ich mich noch fast täglich mit allen Jugendlichen. Kurz vor Weihnachten traf ich mich dann mit den deutschen Teilnehmern in Berlin auf dem Weihnachtsmarkt. Natürlich durfte da meine Schalke-Nikolausmütze nicht fehlen. Wie immer wenn ich nicht zu Hause bin und Schalke spielt, hielt mich natürlich meine Mutter bezüglich des Spiels FC Schalke 04 – Bayern München auf dem laufendem. Diesmal durfte ich dank zweier Treffer von Jurado und Höwedes zweimal jubeln.

Drei Wochen später war dann Weihnachten und es klingelte der Postbote an meiner Tür. Er hatte ein Päckchen für mich vom FC Schalke 04, obwohl ich nichts bestellt hatte. Es war eine Mitgliedschaft beim FC Schalke 04!

Während des Jugendaustauschs und dem Nachtreffen hatte ich so viel von Schalke geschwärmt, dass mir Björn einfach zu Weihnachten eine Mitgliedschaft geschenkt hatte, obwohl wir uns bis dahin gerade einmal zwei Monate kannten. Ich war natürlich überglücklich. Jetzt bin ich also seit Heilig Abend 2010 stolzes Mitglied der blau-weißen Schalkefamilie!

„1904 Geschichten“.
Die Bitte geht an Alle: wenn ihr etwas habt aus über 100 königsblauen Jahren, etwas Wahres und/oder Interessantes über Schalke, das ihr teilen wollt, Erlebnisse die erinnernswert sind oder ganz einfach Schilderungen, wie es war, wie man sich Eintrittskarten besorgte, wo in der Glückaufkampfbahn, dem Parkstadion oder der Arena man „daheim“ war, wie man dahin kam und wie es da zuging, oder was auch immer vielleicht jemand, der Schalke nur vom Fernsehen oder aus der Zeitung kennt, nie oder niemals wirklich wissen kann – aber vielleicht sollte – schickt mir (matthias.berghoefer[at]web.de) einfach eure Texte, Dreizeiler oder halbe Romane und egal wie’s mit Rechtschreibung aussieht. Klar erkennbar muss sein, ob es sich um eine wahre Geschichte handelt oder um einen Prosatext, also einen konstruierten, erfundenen, der etwas Bestimmtes ausdrücken will in Bezug auf den FC Schalke 04.
Wichtig ist natürlich auch, dass ihr kein Problem damit habt, dass euer Text hier, und vielleicht auch irgendwann mal in einem Buch, veröffentlicht wird – natürlich unter eurem Namen, oder einem „Pseudonym“ falls euch das aus irgendeinem Grund lieber ist.
1904 Geschichten sind eine Menge Holz. Ich bin mal gespannt.

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