Kindermund tut Wahrheit kund

Marcus Illburger aus Recklinghausen ist nicht nur Onkel (“Kartenonkel” im Fanclub nämlich) sondern in einer Familie, in der sich vieles um den S04 dreht, auch stolzer Papa.

Vater und Tochter gemeinsam beim Heimspiel gegen den FC Bayern München – klar, dass das ziemlich aufregend wird.

Wir schreiben das Jahr 2005 und es ist Oktober! Genauer gesagt der 15.Oktober und die Bayern sind zu Gast in der heimischen Donnerhalle, die damals den Namen noch zu Recht trug….aber das ist ein anderes Thema!
Wie immer mach ich mich zeitig auf den nicht allzu langen Weg von RE nach GE.
Ich bin etwas aufgewühlt und fickerich wie man hier sagt, doch ich muß mich im Zaum halten,die Lütte is mal wieder dabei. Kurz vor ihrem sechsten Geburtstag steht die Kleene und ich bin stolz wie Bolle, konnte ich doch das Feuer schon weitergeben und bis dato klappte das auch schon ganz gut! Es müßte ihr insgesamt zehntes Spiel gewesen sein, glaube ich….

Normalerweise sitzt sie mit Mama im Süden aber an diesem Oktobertag konnte ich sie mit in den 34er nehmen! Gesagt getan, und mit großem Hallo wurde die Kleene im Block willkommen geheißen. Die Eindrücke von der NK waren für die Lütte wohl etwas zu viel auf einmal, denn die Quasselstrippe von zu Hause is wohl aufm Weg verloren gegangen:)! Riesengroße Augen, offener Mund … aaaaaaaaaaber dann! Blau und Weiß ertönt und die Lütte steht den Schal hochhaltend und absolut textsicher neben mir auf dem Sitz (machte mich natürlich noch stolzer als ich es eh schon war) und sang so laut sie konnte.

Anpfiff! „Papa…..heute verlieren wir nicht“, sachtse und ich lächel nur….denn man muss dazu sagen, dass die Kleine bis dahin noch keine Schalker Niederlage sehen musste.

Das Spiel begann nicht gut, Chancen für die Bajuffen ohne Ende…ne Halbchance für uns durch Sörens Larsen … und dann bumms 0-1, Ichroque.

Die 2.Halbzeit hatte alles, was das Herz begehrt. Die Arena kochte … ich kochte … verbale Zurückhaltung … ich will die Kleine nicht verschrecken … die Minuten gehen dahin … kein Elfmeterpfiff … kein Tor … was ist hier los?!

Dann die Nachspielzeit … ein Pfiff … Elfmeter … ein Schuss … ein Tor! Ausgleich!

Das Dach fliegt quasi weg – ich hüpfe mit der Lütten aufm Arm bis die Oberschenkel brennen! Nach dem ganzen Gejubel, Geschreie und Gehüpfe kommt man kurz zur Ruhe. Wir zwei schauen uns kurz in die Augen und es kommt von ihr: „Hab ich doch gesagt, Papa!“

Die Serie ihrer ungeschlagenen Heimspiele dauerte noch ein wenig an., aber dann kam sie…die erste Niederlage ihrer Schalkelaufbahn – aber das ist eine andere Geschichte!

Mittlerweile ist sie zehn Jahre alt, verknallte sich in Manu (ach…), hat mit Mama ne Dauerkarte im Süden und fährt auch Auswärts mit wenn es geht!

Da möchte man nochmal zehn sein… 🙂


„1904 Geschichten“.
Die Bitte geht an Alle: wenn ihr etwas habt aus über 100 königsblauen Jahren, etwas Wahres über Schalke, das ihr teilen wollt, Erlebnisse die erinnernswert sind oder ganz einfach Schilderungen, wie es war, wie man sich Eintrittskarten besorgte, wo in der Glückaufkampfbahn, dem Parkstadion oder der Arena man „daheim“ war, wie man dahin kam und wie es da zuging, oder was auch immer vielleicht jemand, der Schalke nur vom Fernsehen oder aus der Zeitung kennt, nie oder niemals wirklich wissen kann – aber vielleicht sollte – schickt mir (matthias.berghoefer[at]web.de) einfach eure Texte, Dreizeiler oder halbe Romane und egal wie’s mit Rechtschreibung aussieht. Hauptsache das, was ihr erzählt, ist wirklich wahr, man erkennt um welches Jahr es geht (wenigstens ungefähr) und ihr habt kein Problem damit, dass es hier, und vielleicht auch irgendwann mal in einem Buch, veröffentlicht wird – natürlich unter eurem Namen, oder einem „Pseudonym“ falls euch das aus irgendeinem Grund lieber ist.
1904 Geschichten sind eine Menge Holz. Ich bin mal gespannt.

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