Endlich zuhause

”Frank” ist sich noch nicht sicher, ob er im Netz mehr als seinen Vornamen verraten will – aber eine Geschichte erzählt er trotzdem.

Das erste Heimspiel, eine Partie gegen den FSV Mainz 05 im Jahre 1989…


Ein „Glück Auf“ aus der Schweiz

Ein Schalke Fan aus dem Westerwald, der seit 1991 in der Schweiz lebt, aber Schalke treu geblieben ist und sogar den Virus an seinen Sohn weitergegeben hat, hat bei seinem ersten Besuch im Parkstadion folgendes erlebt. Muss vielleicht noch erwähnen, dass ich der einzige Fussballfan in unserer Familie war, als 1968 Jahrgänger hatte man als Schalke Fan in der Schule einen schweren Stand. Es ergaben sich leider nur ein paar Besuche in Köln und Leverkusen, wo man sein Schalke lautstark unterstützen konnte (damals durfte man ja noch Nebelhorn-Farfanen mit ins Stadion nehmen). Aber als man dann endlich den Führerschein hatte, konnte man nun auch nach Schalke fahren.

Mein erster Besuch „AufSchalke“
Nach einem Berufsschultag entschied ich mich kurzentschlossen, zum Heimspiel gegen Mainz05 an einem Donnerstagabend zu fahren. Mit dem letzten Geld wurde der Tank gefüllt, das Auto dekoriert und auf ging’s nach Schalke. Mein Opa, der mit im Haus lebte und der sich wenigstens für Fußball interessierte, konnte meinen Vater nicht verstehen, dass er mir die Erlaubnis gab, alleine nach Schalke zu fahren.

Zum ersten Mal stand ich nun im Parkstadion in der Nordkurve, welch ein Erlebnis! Es waren nur gerade ca. 14.500 Zuschauer da, zweite Liga halt, ein Spiel unter der Woche und somit nur die treusten Anhänger da. Das Spiel endete mit einem 4:1 Sieg unserer Mannschaft und nach einem Schalke Tor, ich weiß nicht mehr bei welchem, war mein Nachbar auf einmal etwas am Boden am suchen. Von den anderen Nebenleuten wurde er gefragt, was er denn suchen würde und er sagte, er hätte einen Schneidezahn verloren. Beim Torjubel hatte er durch einen Ellenbogen einen Zahn herausgeschlagen bekommen, den er nun am suchen war.

Die Suche nach dem Zahn war natürlich hoffnungslos und er meinte dann: Egal, für den Aufstieg würde er gerne einen Zahn verlieren, und stimmte nun mit einer großen Zahnlücke ein kräftiges „Schaaalke“ an. Dieses Erlebnis werde ich nie vergessen und hat mir aufgezeigt, was es wirklich heißt, mit Leib und Seele ein Schalke Fan zu sein. „Einmal Schalker – immer Schalker“

Nach dem Spiel habe ich dann noch auf den großen Parkplätzen vor dem Parkstadion mein Auto gesucht, wie es einem Landjunge halt so ergeht. Nachdem ich dann mitten in der Nacht glücklich und zufrieden Zuhause ankam, konnte mein Opa nun auch schlafen denn „der Junge war nun Zuhause“.


„1904 Geschichten“.
Die Bitte geht an Alle: wenn ihr etwas habt aus über 100 königsblauen Jahren, etwas Wahres über Schalke, das ihr teilen wollt, Erlebnisse die erinnernswert sind oder ganz einfach Schilderungen, wie es war, wie man sich Eintrittskarten besorgte, wo in der Glückaufkampfbahn, dem Parkstadion oder der Arena man „daheim“ war, wie man dahin kam und wie es da zuging, oder was auch immer vielleicht jemand, der Schalke nur vom Fernsehen oder aus der Zeitung kennt, nie oder niemals wirklich wissen kann – aber vielleicht sollte – schickt mir (matthias.berghoefer[at]web.de) einfach eure Texte, Dreizeiler oder halbe Romane und egal wie’s mit Rechtschreibung aussieht. Hauptsache das, was ihr erzählt, ist wirklich wahr, man erkennt um welches Jahr es geht (wenigstens ungefähr) und ihr habt kein Problem damit, dass es hier, und vielleicht auch irgendwann mal in einem Buch, veröffentlicht wird – natürlich unter eurem Namen, oder einem „Pseudonym“ falls euch das aus irgendeinem Grund lieber ist.
1904 Geschichten sind eine Menge Holz. Ich bin mal gespannt.

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